Heute schon Punkte gesammelt?
Achtsamkeit beginnt mit kleinen Punkten. Wir denken meistens in großen Zielen, in Projekten und in Ergebnissen. Doch vieles, was unser Leben und Arbeiten betrifft, passiert im Kleinen: eine kurze Begegnung, ein gutes Gespräch oder eine Entscheidung in einer schwierigen Situation, die sich plötzlich klar anfühlt.
Und genau dort beginnt Achtsamkeit:
im bewussten Wahrnehmen dieser kleinen Punkte.
Viele Achtsamkeitsübungen arbeiten mit Bohnen in der Hosentasche. Ich habe daraus für uns eine andere Version entwickelt: die Punkte-Übung.
Die Idee ist einfach. Im Laufe eines Tages entstehen viele kleine Situationen: eine gelungene Situation, eine hilfreiche Entscheidung, ein Moment der Klarheit, ein guter Kaffee oder ein kleiner Erfolg im Projekt. Jede dieser Situation ist ein Punk. Ein Punkt für einen Moment, der sonst leicht übersehen wird.
Du kannst diese Punkte bewusst sammeln:
Zum Beispiel als kleine Punkte auf einem Notizzettel, als kurze Stichpunkte im Handy oder gedanklich während eines Spaziergangs. Am Abend nimmst du dir etwas Zeit und schaust auf diese Punkte zurück.
Welche Situationen waren das? Welche haben mir Energie gegeben? Welche haben Orientierung gebracht? Es geht nicht darum, den Tag zu bewerten, sondern es geht darum, ihn wahrzunehmen.
Oft zeigt sich dabei etwas Interessantes:
Ein Tag besteht aus vielen kleinen Momenten, nicht aus wenigen großen. Zusammen ergeben sie ein Muster.
Genau wie beim Dalmatiner-Fell. Ein einzelner Punkt wirkt zufällig, aber im Zusammenhang entsteht ein Bild.
Achtsamkeit bedeutet deshalb nicht, alles zu analysieren, sondern Punkte wahrzunehmen. Und manchmal beginnen sich Punkte zu verbinden.
Probiere es doch mal aus.