Dalmatiner-Denken #1: Warum „gleich“ für mich nie jetzt ist

„Sie sagt ständig „gleich“. Ich glaube, das ist kein echtes Zeitgefühl.“

Ich höre dieses Wort „gleich“ ziemlich oft. „Gleich gehen wir raus.“ „Gleich mache ich Pause.“ „Gleich kümmere ich mich um mich selbst.“

Ich weiß bis heute nicht genau, was dieses „gleich“ ist. Aber ich habe in meinem sehr jungen Alter schon gelernt: Es passiert selten dann, wenn sie es sagt. Stattdessen sitzt sie da und schaut auf dieses leuchtende Ding. Oder sie steht auf, setzt sich wieder hin und sagt wieder „gleich“. Und ich, ich warte. Nicht, weil ich warten muss. Doch ich denke, dass es gleich wirklich passiert. Aber dieses „gleich“ wandert irgendwie weiter durch den Tag. Von jetzt zu später. Von später zu noch später.

Und währenddessen beobachte ich, was ich nicht verstehen kann: Alles Andere scheint ja wichtiger zu sein. Nicht rausgehen, sich nicht bewegen oder nicht einfach mal da sein.

Ich kenne dieses Gefühl nicht. Für mich gibt es kein "gleich". Nur "jetzt".

Wenn ich raus will, dann will ich jetzt raus. Wenn ich müde bin, dann schlafe ich jetzt und wenn ich bei ihr bin, dann bin ich wirklich bei ihr. Ich verschiebe nichts und sammle auch nichts für später. Wieso auch?!

Manchmal wünsche ich mir, sie würde das auch so machen. Also nicht alles, aber vielleicht ein bisschen öfter, ein bisschen mehr. Denn ich glaube, viele Dinge, die sie auf „gleich“ (oder sehr viel später) verschiebt, würden ihr genau jetzt guttun.

Und ehrlich gesagt: Ich wäre auch sofort bereit.

Pfote drauf, euer Eddie!

Was schiebst du gerade auf "gleich"? Und warum eigentlich nicht "jetzt"?

Aus der Serie Perspektivwechsel. DALMATINER-DENKEN: Kurz. Ehrlich. Manchmal humorvoll. Aber immer mit einem Punkt, der hängen bleibt. 

#perspektivwechsel #hundeliebe #mindsetshift #wasmeinhundmirzeigt

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