Für Dinge, die mir sonst entgehen könnten.
Irgendwie geben wir den meisten Dingen ein Ziel. Ob ein Ereignis, ein Projekt oder eine Richtung. So viele Momente, die eigentlich frei sein könnten.
Ich merke es besonders bei Spaziergängen, die ich mit meinem Hund Eddie täglich mache. Oft plane ich den Weg vorab, setze mir ein Ziel, wohin wir laufen. Obwohl genau das die Zeit am Tag wäre, sich nichts vorzunehmen. Und irgendwann habe ich begonnen, genau das zu hinterfragen. Was passiert eigentlich, wenn ich einfach losgehe, ohne Ziel?
Es fühlt sich ungewohnt an. Bin ich sogar ein wenig ineffizient? Aber was soll ich sagen, mit der Zeit verändert sich etwas. Der Blick wird offener, Gedanken freier und vor allem, die Beobachtungen feiner. Denn ohne Ziel entsteht Raum und ich nehme Dinge wahr, die mir sonst entgehen könnten.
Im beruflichen Kontext ist Zeit ohne Ziel selten vorgesehen. Es wirkt schnell unproduktiv. Doch gerade ohne Druck und mit viel Raum entstehen oft die besten Gedanken.
Es ist ein Prozess, solche Momente nicht zu bewerten, sondern zu nutzen.
Heute weiß ich, nicht jeder Weg braucht ein klares Ziel. Manchmal schafft der Weg erst einmal die Grundlage und vielleicht ist genau das die Einladung, sich bewusst Räume zu schaffen, in denen nichts erreicht werden muss.
Wann hast du dir zuletzt erlaubt, etwas ohne Ziel zu tun?
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